Meine Mutter ist ein Vogel

Das Maul steht weit offen, die Nacht frisst das letzte Licht.

Frisst den Fluß, die Quelle, die Mutter.

Am Strand geht die Tochter, die eine Maske trägt. Der Tod
reißt alles weg, jede Haut.

Einkehr halten in einem fremdem Land. Gast sein an leeren
Tischen, durch Lianen fallen, Halt suchen.
Später: Die Maske lockern.

Diana Juneck beschreibt mit ihren Bildern einen Zustand, in den
wir alle geraten: Verlust. Und die Suche nach einem Gleichgewicht,
das es herzustellen gilt. Sie selbst sagt:
Meine Mutter ist ein Vogel. Ich bin ein Tiger - am Leben
- aber mir fehlt ein Bein.

Die Nacht frisst das letzte Licht.
Frisst den Fluß, die Fremde, die Trauer.

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